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Update zur Trinkwasserverunreinigung

Presseinformation Nr. 2


Trinkwasserverunreinigung in Perleberg und Ortsteilen sowie Premslin, Neu Premslin und Glövzin


Heute am 08.05.2018 wurde in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Prignitz die stufenweise Beprobung des Wasserwerks, also der Brunnen und Filter durchgeführt, um evtl. schädliche Einträge auszuschließen oder zu lokalisieren. Die Ergebnisse liegen in 2 Tagen vor. Gleichzeitig wurde mit der Desinfektion des Trinkwassers begonnen. Dies ist die gängige technische Methode. Nach der gültigen Trinkwasserverordnung ist ein Anteil von höchstens 0,3 mg pro Liter Chlor in Trinkwasser unbedenklich. Wir sind bestrebt, diesen Anteil noch zu unterschreiten. Da es sich um ein weit verzweigtes Netz handelt, wird die vollständige Desinfektion einige Tage dauern. Erst wenn an zuvor definierten Endpunkten das Trinkwasser dauerhaft keimfrei ist, kann das Abkochgebot aufgehoben werden.


Mit freundlichen Grüßen


Ihre PVU



  Was ist passiert?


Die PVU hat am Montagmorgen, 07.05.2018 eine mikrobiologische Verunreinigung im Wasserwerk Wüsten-Buchholz festgestellt. Verantwortungsbewusst wurden am gleichen Nachmittag Pressemitteilungen an den Prignitzer und an die Märkische Allgemeine rausgegeben. Ebenso wurden die Radiosender BB Radio sowie Antenne Brandenburg informiert. Am frühen Dienstagmorgen wurden in Absprache mit dem Gesundheitsamt vom Landkreis Prignitz und den Experten des Prüflabors Aqua Service Schwerin mit der Chlorung des Wasserverteilnetzes begonnen. Auf diese Weise wird die mikrobiologische Verunreinigung beseitigt. Als Vorsichtsmaßnahme sollte das Trinkwasser in Perleberg und Ortsteilen sowie Premslin und Glövzin vor dem Verzehr abgekocht werden. Für die Zubereitung von Nahrung, zum Trinken, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden soll ausschließlich abgekochtes Wasser verwendet werden.


 Warum wird gechlort?


Ziel der Chlorung ist es, dass komplett ausgeschlossen wird, dass sich noch Bakterien im Leitungswasser befinden. PVU nutzt Chlor zur Desinfektion der Wasserleitungen. Das ist nicht neu, denn Chlor wird seit vielen Jahren zur Aufbereitung von Trinkwasser genutzt.


 Wie lange wird gechlort?


Die Mitarbeiter der PVU tun ihr Möglichstes, um eine langfristige Chorbelastung des Leitungswassers ebenso auszuschließen, wie eine Verunreinigung durch Keime. Bitte gehen Sie davon aus, dass das Wasser etwa 14 Tage abgekocht werden muss. Denn nach dieser Zeit sind auch die längsten Wasserleitungen im Verteilnetz keimfrei. Es wird mit der Chlorung gestoppt, sobald die desinfizierende Wirksamkeit der Chlorung nachgewiesen ist. Unter fortlaufender Überprüfung des Chlorgehaltes müssen hierfür an drei aufeinander folgenden Tagen die Beprobungen auf Keime ein unauffälliges Ergebnis zeigen. Über den Verlauf der erforderlichen Maßnahmen und der gegenwärtigen Situation werden Sie weiter informiert. Bitte achten Sie hierfür auch auf Veröffentlichungen in der Lokalpresse, unserer Internetseite oder auf Facebook.


 Ist Chlor im Wasser gefährlich?


In Deutschland unterliegt die Beigabe von Chlor zum Trinkwasser wirksamen behördlichen Regulierungen, die sicherstellen, dass es zu keiner Gefährdung für die menschliche Gesundheit kommt. Die Trinkwasserverordnung erlaubt 0,3 Milligramm Chlor pro Liter Wasser. Damit droht dem Verbraucher keine Gefahr. Die Chloranteile im Wasser sind so sehr gering, dass man dieses Wasser bedenkenlos trinken kann.


 Warum das Wasser abkochen, wenn gechlortes Wasser bedenkenlos getrunken werden kann?


Nach der Chlorung im Wasserwerk Wüsten Buchholz braucht es einige Tage, bis das Leitungswasser in allen Bereichen des Wasserverteilnetzes von eventuellen mikrobakteriellen Belastungen befreit ist. Deshalb gehen bitte alle Verbraucher auf Nummer sicher und beherzigen das Abkochgebot bis auf Widerruf.


 Wie lange sollte man das Wasser kochen?


Das Wasser sollte mindestens 2-3 Minuten lang sprudelnd kochen. Das abgekochte Wasser kann dann für mehrere Stunden weiter verwendet werden, bevor es wieder verkeimt.


 Reicht die Kaffeemaschine zur Wasserbehandlung aus?


Kaffeemaschinen, die das Wasser auf mindestens 82°C erhitzen, können genutzt werden, da von einer zuverlässigen Abtötung der Keime auszugehen ist. Wird diese Temperatur nicht erreicht oder nicht gekannt, sollte die Kaffeemaschine während der Dauer des Abkochgebotes nur mit abgekochtem oder verpacktem Wasser betrieben werden. Für gechlortes Wasser sind keine besonderen Maßnahmen zu treffen.


 Was ist bei der Verarbeitung von Nahrungsmitteln zu beachten?


Bei der Verarbeitung von beispielsweise Salat, Obst oder Gemüse verwenden die Verbraucher bitte nur abgekochtes oder abgepacktes Wasser. Für gechlortes Wasser sind keine besonderen Maßnahmen zu treffen.


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